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Worauf ihr beim Kauf einer neuen Waschmaschine achten solltet

Wenn ihr euch mal in den gängigen Elektronikfachgeschäften rumgetrieben habt, wisst ihr vielleicht, was es bedeutet, nach einer neuen Waschmaschine Ausschau zu halten. Das Angebot ist riesig und gefühlt können sie alle das gleiche. Den einzigen Unterschied macht meist das A+ oder A++ oder A++++++++. Frustriert zuhause angekommen ging die Suche von vorne los. Doch worauf sollte man wirklich achten? Und sind Markenmaschinen zwingend besser als Waschinen von unbekannten Firmen? Darum soll es heute gehen.

 

Bauart und Ladevolumen

Die Frage nach der Bauart ist logisch und dennoch essentiell. Denn ihr habt die Wahl zwischen Front- und Topladern. Während man beim Frontlader in die Knie gehen muss, um die Wäsche ein- und auszuladen, kann man es beim Toplader von oben einfüllen. Frontlader sind jedoch die einzigen Maschinen, die man unter einer Arbeitsplatte verbauen kann (Vorsicht: Man kann nicht alle Modelle einbauen) oder die noch als Ablage dienen können. Dagegen sind Toplader mit 40-45 cm in der Regel viel schmaler als Frontader (meist 50-60cm) und dementsprechend vor allem für den kleinen Wohnraum optimal.

Seid ihr ein 1-Personen-Haushalt oder eher eine Großfamilie? Je nach der Höhe des Wäschebergs, die ihr pro Woche zu bewältigen habt, könnt ihr eine Maschine mit 5-6 kg oder auch 7kg Fassungsvermögen bei euch aufstellen. Es gibt auch Maschinen, mit denen 12kg Wäsche gewaschen werden können, jedoch ist das für die meisten Haushalte eher unnötig.

Schleuderleistung

Vor allem im Winter ist die Schleuderleistung von großer Bedeutung. Denn habt ihr keinen Trockner, entscheiden die Umdrehungen pro Minute (U/min) darüber, wie trocken die Wäsche eure Maschine verlässt. Auch bei Haushalten mit Trockner spielt die Angabe eine größere Rolle, denn Trockner sind wahre Stromfresser und je weniger sie noch zu tun haben, desto besser für euer Portemonnaie. Bei empfindlichen Textilien bewährt die Funktion, die Drehzahl manuell wählen zu können. Bis zu 1600 U/min sind mittlerweile möglich, jedoch solltet ihr bedenken, dass damit eure Wäsche (vielleicht unnötig) belastet wird. Man sagt, dass 800 U/min für empfindliche Textilien ausreichen und für robustere Textilien wie Handtüchern gerne 1.200 U/min möglich sein können.

 

 

Einfache Bedienung und Kindersicherung

Wenn ihr gerne Bedienungsanleitungen studiert und es liebt, euch in komplizierte Maschinen hineinzudenken und über jeden noch so unnötigen Handgriff zu erheben, springt zum nächsten Kapitel. Wollt ihr eine Maschine, die zum waschen und nicht zum experimentieren gekauft wurde, einfach nur benutzen, achtet unbedingt vorher darauf, dass ihr mit den angezeigten Programmen schon vor dem Kauf etwas anfangen könnt. Es ist nicht zwingend notwendig, vorher den Verkäufer um eine kleine Vorführshow zu bitten. Nutzt einfach euren gesunden Menschenverstand und schaut, ob ihr die von euch am meisten genutzten Programme gleich finden könnt. Sind alle Knöpfe so, dass ihr sie irgendwann auch im Halbschlaf bedienen könnt? Sind alle Programme und vor allem jede Temperaturauswahl vorhanden, die ihr regelmäßig nutzt? Ist die Wäscheklappe für euch groß genug? Passt die Öffnungseite zu ihrem Standort? Ist der Öffnungswinkel weit genug für eure Bedürfnisse?

Die Eltern unter euch werden vor allem nach einer Kindersicherung Ausschau halten, denn welches Kind findet keinen Spaß an den Lampen und an den piependen Geräuschen, die die Waschmaschine macht, wenn man wahllos alle, ja ich meine alle, Tasten drückt, die man sehen kann? Ihr solltet allerdings darauf achten, dass die Sperre nicht einfach zu entsperren ist. Ich habe bereits Modelle gesehen, da besteht die „Sperre“ aus einem einfachen Knopf, den das Kind nur drücken braucht, um an alle anderen Funktionen zu gelangen.

 

Lärmentwicklung

Man kann garnicht hoch genug bewerten, wie wichtig die (geringe) Lautstärke der Maschine ist. Unser letztes Gerät machte oft den Eindruck, es würde nicht waschen, sondern gleich abheben und ins Weltall fliegen. Es gibt auch nichts Praktischeres als eine nächtliche Wäscheladung, die morgens nur noch aufgehängt werden muss. Als Richtwert könnt ihr euch merken: „leise“ Waschmaschinen, sind in etwa 50 dB beim Waschen und 70dB beim Schleudern laut.

Welche Programme und Ausstattung braucht es wirklich?

Da der Preis unter anderem maßgeblich von der Ausstattung der Waschmaschine abhängt, ist es wichtig, auch nur genau die Ausstattung in der Maschine zu haben, die man braucht. Macht ihr viel Sport, empfehlen sich Sportwaschprogramme. Die gehen meist nur 20-25min und waschen den frischen Mief aus der Wäsche ohne sie unnötig einzuweichen.Wascht ihr oft auch empfindliches Material, lohnt sich vielleicht ein Blick auf Maschinen mit freier Temperaturwahl.

Sehr zu empfehlen, ist ein integriertes Wasserschutzsystem, das den Wasserzulauf stoppt und bei einem Fehler kein Wasser überlaufen lässt. Damit lässt sich das Schlimmste bei einem Ausfall verhindern.Gleichzeitig sollte eine Wasserentleerungsfunktion vorgesehen sein, sodass ihr das Wasser mit einem Entleerungsschlauch manuell ablassen könnt. Achtet darauf, dass die Klappe hoch genug über dem Boden liegt, dass ihr auch noch eine Auffangschale darunter stellen könnt.

Eine Startzeitvorwahl haben mittlerweile fast alle Maschinen und ist eben dann von Vorteil, wenn ihr den Waschvorgang vorplanen müsst. Alternativ gibt es bei einigen Maschinen auch die Funktion „Spülstopp“. Damit könnt ihr die Wäsche nach dem letzten Spülgang im Wasser liegen lassen und erst später abpumpen lassen – immer dann gut, wenn einem doch noch  ist insofern praktisch, wenn Sie nicht unmittelbar nach dem Waschvorgang die Wäsche aufhängen können. Denn mit dieser Funktion bleibt die Wäsche im letzten Spülwasser liegen und wartet darauf, dass Sie das restliche Programm per Tastendruck fortsetzen.

Ganz wichtig: Schaut unbedingt, wie lange die Programme für die einzelnen Waschgänge wirklich benötigen. Denn manchmal benötigen die Maschinen selbst mit dem Schnellwaschprogramm mindestens 90min. Das lässt sich meist schnell ergooglen oder im Benutzerhandbuch nachschlagen.

Tragt ihr gerne bunt und wascht am liebsten getrennt, solltet ihr nach einer Waschmaschine mit einem Aqua-Sensor Ausschau halten. Sie stellen automatisch das Gewicht der Wäsche fest und stimmen die Wasserzufuhr automatisch auf die Ladung ab.

Niedriger Strom- und Wasserverbrauch

Dass die Waschmaschine so wenig Strom und Wasser verbrauchen sollte wie nur möglich ist klar. Hier solltet ihr euch aber vor allem von den Zahlen und nicht nur von der Kategorisierung leiten lassen. Denn alle handelsüblichen Waschmaschinen dürfen heute nicht schlechter als „A+“ sein – vergeben werden kann bis zu „A+++“ Bei kleinen Maschinen bis 5kg solltet ihr darauf achten, dass der Wasserverbrauch nicht mehr als 40 Liter beträgt, bei 8 Litern dürfen es 60 Liter sein.


Fazit: Der Kauf einer Waschmaschine sollte gut durchdacht sein und ist leider nichts für den schnellen Gang in den Elektrofachmarkt. Wer es sich leicht machen möchte, bestellt die Waschmaschine im Internet. Für einen Aufpreis (der je nach Aktion oft auch entfällt) wird euch die Maschine bis zur Haustür gebracht.

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